»Wir haben uns immer gegenseitig motiviert«

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Miriam Llamas Ubieto ist Germanistin aus Leidenschaft. Foto: privat

Miriam Llamas Ubieto lehrt am Institut für Germanistik der Philologischen Fakultät der Universidad Complutense de Madrid und forscht vor allem über Literatur- und Kulturtheorien im digitalen Zeitalter. 1993 war sie als Internationale Preisträgerin mit dem PAD in Deutschland – seitdem hat sie die Begeisterung für die deutsche Sprache nicht mehr losgelassen. In der der aktuellen Dezemberausgabe des PAD-Magazins „Austausch bildet“ ist nun ein Beitrag über sie erschienen.

Der Deutschunterricht am Gymnasium Jorge Manrique in ihrer Heimatstadt Palencia (Region Kastilien und Léon) hatte für Miriam Llamas Ubieto als »Abenteuer ins Unbekannte« begonnen. Statt wie die meisten anderen Schülerinnen und Schüler ihres Jahrgangs alleine auf Englisch zu setzen, meldeten ihre Eltern sie auch für den Deutschunterricht an, getreu dem Motto, dass zwei Fremdsprachen bessere Zukunftsperspektiven und Berufschancen eröffnen. »Das war damals in Spanien eher ungewöhnlich«, sagt sie. Nachdem die Sprache erst kurz zuvor wieder in den Lehrplan aufgenommen worden war, gehörte Miriam Llamas Ubieto einem der ersten Abschlussjahrgänge an: »Wir haben uns immer gegenseitig motiviert«, lobt sie den außergewöhnlichen Zusammenhalt auf dem Weg dorthin. Ein Übriges taten die Zeitumstände im Epochenwinter 1989/90. »In Berlin war gerade die Mauer gefallen und uns alle faszinierten die Veränderungen dort. Deutschland galt schließlich nicht nur als ein modernes und in vielerlei Hinsicht vorbildliches Land, sondern auch als der Ort, wo die Zukunft begonnen hatte, weil alles in Bewegung geraten war«, erinnert sie sich an den Umbruch, der zwar mehr als 2000 Kilometer entfernt stattfand, der aber einen ganzen Kontinent verändern sollte.

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Mit dem IPP-Programm 1993 in Deutschland unterwegs. Foto: Miriam Llamas Ubieto

Seine Auswirkungen konnte sie während ihres Deutschlandbesuches unmittelbar erleben. Zwar lag ihre Gastschule im Prämienprogramm tief im Westen – in Saarlouis. Die Wiedervereinigung war allerdings auch dort nicht spurlos vorübergegangen. Stadt und Region, die Jahrzehnte durch Kohle- und Stahlproduktion geprägt worden waren, vollzogen damals einen tiefgreifenden Strukturwandel. Eine Besonderheit war sicher auch, dass die erste deutsch-deutsche Städtepartnerschaft, wie sie seit Mitte der 1980er-Jahre entstanden, zwischen Saarlouis und Eisenhüttenstadt begründet wurde. Besonders lebhaft sind Miriam Llamas Ubieto aber die Exkursionen in den internationalen Gruppen präsent, allen voran der einwöchige Besuch in Berlin mit seinen vielen Kontrasten im Stadtbild, das noch längst nicht zusammengewachsen war: »Für mich bedeutete das, meine Denkweise zu öffnen und nicht nur Deutschland, sondern auch Europa zu entdecken. Mein Horizont hat sich deutlich erweitert«, sagt sie heute. Die Reisen und das Land hätten sie dermaßen beeindruckt, »dass mir bewusst geworden ist, dass ich weiterhin Deutsch lernen und mit dem Land in Kontakt bleiben wollte.«

Den kompletten Beitrag über die ehemalige IPP-Teilnehmerin aus Spanien gibt es online zum Nachlesen im Magazin „Austausch bildet“.

Die Zeitschrift „Austausch bildet“ erscheint zwei Mal jährlich (Mai und Dezember) und berichtet über den europäischen und internationalen Austausch im Schulbereich. Sie kann beim PAD kostenlos abonniert werden und ist auch online verfügbar.

Der Schwerpunkt der Juni-Ausgabe 2019 lag auf dem 60jährigen Jubiläum des Prämienprogramms.

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