„Diese Familientreffen sind besonders magisch“

ägypt. Familie

Joudes Familie in Ägypten. Bild: Joude.

Joude aus Ägypten war 2019 als Internationale Preisträgerin in Deutschland. Mit ihrem Text zum Thema „Familie“ hat sie zusammen mit Paule aus Kamerun  gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

العائلة (Sprich: aela), bedeutet die Familie auf Arabisch. Zur Familie gehören nicht nur deine Eltern und deine Geschwister, sondern auch deine Großeltern und deren Geschwister, deine Tanten, Onkeln, Cousins und die fernen Verwandten. Man sieht sich ganz oft zu Festen und Feiertagen, um Zeit miteinander zu verbringen und das Glück des Lebens zu teilen.

Besonders im „Ramadan“ trifft man die fernsten Verwandten, die man wegen der Hektik des Alltags nicht zu Gesicht bekommt. Die größere Familie, wie ich gerne die Familie aus Mutter, Vater und Geschwister plus die Großeltern nenne, sieht man jede Woche. Entweder weil man oft in der selben Stadt, oder weil man sogar im selben Mehrfamilienhaus lebt. Mehrfamilienhäuser sind in Ägypten große Villen mit je einem Stockwerk für jeden Sohn/ Tochter und deren Familie. Die Großeltern leben meistens im ersten Stock, da sie nicht so viele Stufen aufsteigen können. In solchen Häusern kocht man oft nicht nur für die eigene Familie, sondern gleich für das ganze Haus. So muss man nicht jeden einzelnen Tag kochen.

Straße Eid

So bunt wird „Eid“ auf der Straße gefeiert. Foto: Joude.

Auch im „Eid“ besucht man sich, die Älteren erfreuen sich an das Zusammenkommen ihrer Liebsten, und die Kinder lernen die Familie und ihre Cousins und Cousinen besser kennen. Man erlebt Erinnerungen wieder, und sehnt sich nach den „guten alten Zeiten“, über denen wir Kinder mit großen Augen fantasieren. Diese Familientreffen sind besonders magisch, da man zwischen den Erzählungen und lustigen Erinnerungen unserer Vorfahren, dem Lachen der Kinder und dem leckeren Essen zu einem unendlich dankbaren Haufen Glück dahinschmelzt: Danke!

Auf unserem Blog findet ihr noch mehr Beiträge von ehemaligen Preisträgern aus Ägypten, beispielsweise von Noha, die 2003 in Deutschland war und 12 Jahre später Besuch von ihrer damaligen Gastfamilie bekam!

Auch Mohammed war als Internationaler Preisträger zum ersten Mal in Deutschland und studiert mittlerweile Medizin in Bonn.

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