Kulinarisches aus La Réunion

reunion-island-1998446_960_720

La Réunion – Blick auf den indischen Ozean. Foto: DTelloc/Pixabay

„Wenn man mit dem Speck redet, darf sich die Wurst nicht einmischen“: Cassandre Chabanes war 2019 als Internationale Preisträgerin in Deuschland und hat in der ersten Runde unserer Mitmach-Aktion einen Beitrag über Essgewohnheiten und Sprichwörter auf La Réunion geschrieben. Viel Spaß beim Lesen!

 

Meine Heimat, La Reunion, ist eine französische Insel, die im Indischen Ozean liegt, ōstlich von Madagaskar. Ich möchte über einige kulinarische Merkwürdigkeiten der dortigen Küche sprechen. Auf La Réunion ist die Esskultur von großer Bedeutung und die Einheimischen verfügen auf eine große Vielfalt an kulinarischen Traditionen. Da die Bevölkerung buntgemischt ist, ist die Küche auch sehr vielfältig, eine Mischung aus Einflüssen der französischen, arabischen, indischen, chinesischen und kreolischen Küchen.

„Wenn man mit dem Speck redet, darf sich die Wurst nicht einmischen…“

Die zahlreichen kreolischen Sprüche, die mit Ernährung und Lebensmittel verbunden sind, zeugen von der Bedeutung der Küche in der Kultur von La Réunion. Hier ein paar Beispiele :

« Goni vid i tyen pa debou », wörtlich « eine leere Tasche kann nicht stehen », was bedeutet, dass man mit einem leeren Magen nichts anfangen kann.
« Atend socisse frite dann vante kosson », was heißt, dass man nicht erwarten sollte, dass die Würste im Bauch des Schweins von selbst entstehen.
« Coq mon voisin grossèr mon marmite », wörtlich « Der Hahn meines Nachbarn passt genau zu meinem Topf ». Dieser Spruch bedeutet, dass man auf seinen Nachbarn nicht neidisch sein darf.
« Kan i koz avec boucané, socisse i rest‘ pendiyé » was heißt, dass wenn man mit dem Speck redet, die Wurst sich nicht einmischen darf.

Kulinarische Eigenartigkeit

Ich sammle Nektar, ich summe, steche und vor allem erfreue ich den Gaumen der Feinschmecker auf La Réunion. Gejagt werde ich im Wald oder in den Gärten, gegessen werde ich in der Fastenzeit oder bei Sonntagsbraten in den Familien.

Wer bin ich ?

Ich bin die kreolische Wespe natürlich ! Und meine Larven werden auf La Réunion hochbeliebt. Sie werden mit Zwiebeln und Gewürzen gebraten und als „Cari guêpe“ sehr geschätzt. Die größten Neste kosten bis zu 200€ pro Kilo.
Das ist der Kaviar von La Réunion!

Cassandre Chabanes

Auch Elena aus Italien hat bei unserer Mitmach-Aktion gewonnen. Sie hat einen Beitrag über die Bewegung „Fridays for Future“ verfasst.

Bis zum 30. September könnt ihr noch an der zweiten Runde teilnehmen und auch einen Beiträg über eines von drei Themen schreiben! Hier findet ihr die Themen der zweiten Runde unserer Mitmach-Aktion.

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s