Wo alles begann….

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Auf den Spuren der Preisträger: Sabryna und Manuel in Uruguay

Unsere beiden lanjährigen Reiseleiter im Internationalen Preisträgerprogramm Sabryna und Manuel geben uns einen Eindruck von ihrer spannenden und weiten Reise auf den Spuren der Alumni. Herzlichen Dank! Gestartet sind sie vor mehr als sechs Monaten mit diesen Beweggründen.

Ihre erste Station war Uruguay.

Ortseingang Cabo Polonio, Uruguay

Einmal um die Welt soll uns unsere Reise führen. Was aber heißt das genau? Und vor allem: Welche Länder werden wir bereisen? Der Anfang ist einfach. Zu oft nämlich haben wir schon Stipendiaten aus Südamerika betreut, als dass wir diesen Kontinent auslassen könnten. Und vor vielen Jahren hatte ich zwei Stipendiaten in meiner Gruppe, die mir ganz besonders viel Schönes von ihrer Heimat erzählt haben: Uruguay. Damals ein unbeschriebenes Blatt für mich, haben mich ihre Erzählungen in den Bann gezogen. Und als jetzt die Frage aufkam, wohin es gehen soll, wird schnell klar: Dieses Land muss den Anfang machen. Wir wollen all das sehen, was uns die beiden vorgeschwärmt haben. Wir wollen wissen: Ist es wirklich so am anderen Ende der Welt? Und ja, es ist. Überall in Südamerika begegneten uns herzliche, gut gelaunte und gastfreundliche Menschen. Aber in Uruguay sind sie zusätzlich unglaublich entspannt. Diese Menschen sind wirklich das Bonbon des Landes. In einem total vollen Bus zur Rush Hour drängelt und flucht eigentlich niemand – bei uns in Deutschland vielerorts undenkbar.

Campo-Landschaft

Bei unseren Fahrten quer durch das Campo des Landes glauben wir gerne, dass jede Kuh statistisch gesehen zwei ganze Fußballfelder für sich hat. 12 Millionen Kühe hat das Land, bei gerade mal 3,5 Millionen Einwohnern. Kein Wunder also, dass gegrilltes Fleisch hier reichlich vorhanden und ganz besonders lecker ist.

Unsere ehemalige Preisträgerin und jetzt gute Freundin Martina hat uns nicht zu viel versprochen. Obwohl sie im Moment selbst in München studiert, hat sie für uns ein wundervolles Programm ausgearbeitet und beantwortet geduldig alle unsere Fragen. Wirklich eine mehr als perfekte Reiseleiterin! Wir dürfen Muscheln entdecken, die eine so harte Schale haben, dass wir sie nicht zerbrechen können, neben Seelöwen picknicken, wundervolle Beispiele spanischer Kolonialarchitektur bewundern und in heißen Naturquellen entspannen. Die Rollen sind quasi vertauscht: Dieses Mal sind wir auf Entdeckungsreise durch die Vielfalt eines fremden Landes. Doch aus der anfänglichen Reiseleiterin–Preisträgerin–Beziehung ist längst eine echte Freundschaft geworden. Und so heben wir uns den absoluten Höhepunkt bis zum Ende auf. Wir dürfen ihre Eltern kennen lernen. Und als ich Martinas Kinderzimmer betreten, auf ihrem Bett sitzen und später sogar in einem Fotoalbum die alten Briefe entdecken darf, die der PAD damals zur Vorbereitung der Reise geschickt hat, kommen mir die Tränen. Zu sehen, wie unsere Schützlinge aufgewachsen sind und zurück versetzt zu werden in die Zeit, in der meine jetzige Freundin zur Reise nach Deutschland aufgebrochen ist, ist eine ganz besondere Ehre für mich. Ich bewundere nicht nur ihren Mut, ich bewundere auch den Mut ihrer Eltern, uns ihre Tochter anzuvertrauen. Mehr denn je weiß ich, wie viel es mir bedeutet, für unsere Schützlinge einen Monat lang zu sorgen und genau solchen wundervollen Eltern versichern zu können, dass ihre Kinder in guten Händen sind.

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