Mein Traum: Besserer Deutschunterricht in Togo

xx_ipp_pawilou_kamera.jpgAbalo Pawilou war 2003 als Internationaler Preisträger mit dem PAD in Deutschland. Heute ist er Stipendiat der Konrad Adenauer Stiftung und studiert an der Universität Bielefeld Medienwissenschaften. Wie er das geschafft hat, darüber spricht er selbst in einem Video.

 

Wie schafft man es als 17-Jähriger von Togo nach Deutschland? Abalo erinnert sich an seine Reise mit dem Prämienprogramm:

Nach seiner Rückkehr studierte Abalo Pawilou in Lomé Germanistik und arbeitete zwei Jahre lang als Journalist. Vor neun Jahren hat er den »Verein Deutsche Freunde« gegründet um den Deutschunterricht in seinem Heimatland zu verbessern. Wie er kam er auf diese Idee?

Mittlerweile kooperiert Abalos Verein mit 16 verschiedenen Privatschulen in Lomé und veranstaltet regelmäßig, angelehnt an das Auswahlverfahren des Preisträgerprogramms, einen Deutschwettbewerb.

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Abalo Pawilou als 17-Jähriger in Deutschland

Von den Aktivitäten sollen aber auch Schulen außerhalb der Hauptstadt profitieren. Gerade auf dem Land fehlt es oft an qualifizierten Deutschlehrkräften. Viele Schulgebäude befinden sich zudem in einem schlechten Zustand, manchmal fehlen sogar Sanitäranlagen und sauberes Trinkwasser. »Wir wollten nicht auf Unterstützung aus dem Ausland warten«, erzählt Abalo Pawilou. »Stattdessen sagten wir uns, dass wir das auch selbst machen können.« Mit seinem Verein baute er deshalb eine Art Freiwilligendienst für Jugendliche auf, die sich an Schulen engagieren wollen. Nach einer Einführung bieten sie Sport- und Kunstaktivitäten an, helfen im Deutschunterricht aus und sammeln Spenden.

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Veranstaltung des „Vereins Deutsche Freunde“ in Togo

Der Verein organisiert außerdem Patenschaften für Waisenkinder, sodass diese Schulmaterialien und Weihnachtsgeschenke erhalten. Nachdem der »Verein Deutsche Freunde« in Togo als Nichtregierungsorganisation anerkannt wurde, hofft Abalo Pawilou jetzt darauf, Kooperationspartner in Deutschland zu finden.

Sein Traum ist es, nach dem Studium wieder in sein Heimatland zurückzukehren, um dort für seinen Verein ein Zentrum in Lomé aufzubauen: »Sprachkenntnisse sind eine gute Grundlage für mehr Wissen und damit mehr Fortschritt«, erklärt der ehemalige Preisträger. »Wir brauchen aber auch praktische Ausbildungen für junge Leute, bessere Fortbildungen für unsere Lehrkräfte und insgesamt bessere Bedingungen an den Schulen«.

Hier gibt es mehr Informationen über den „Verein Deutsche Freunde“

Auf unserem Jubiläumsblog stellen sich noch zwei weitere Preisträger aus Togo vor: Esso Solam und Samuel 

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