Ein Zuhause-Gefühl im HLvB

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Allabendlich/-nächtlich gibt es von mir die Infos für den nächsten Tagen neben dem Hoteleingang.

Es braucht tatsächlich nicht viele Stunden. Bereits nach der ersten Nacht im  Hotel „Ludwig van Beethoven“ (HLvB) fühle ich mich so, als wäre ich dort Zuhause. Das Team an der Rezeption, die gewohnten Wege, das Frühstück … Alles ist so heimelig. Da muss man wirklich aufpassen. Und das, obwohl ich eigentlich nur zum Schlafen im Hotel bin, denn den Rest des Tages wird Berlin erkundet. So wie auch an Tag Zwei.

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An der East Side Gallery gab es die Möglichkeit, sich die Kunstwerke an der Mauer in Ruhe anzusehen.

Frühmorgens ging es los mit den Öffentlichen Verkehrsmitteln in Richtung East Side Gallery. Nach einem kurzen Abriss der dazugehörigen Geschichte bot sich die Gelegenheit für die Gruppe, sich die Kunstwerke in aller Ruhe anzusehen. Im Anschluss ging es – inzwischen während meinen Berlinaufenthalten fast schon zum Ritual geworden – zu Berlin Dungeon. Meiner Meinung nach ist dieses Erlebnis einerseits geschichtsträchtig interessant und andererseits auf eine gut spielerische Weise inszeniert. Mir gefällt es dort jedes Mal aufs Neue. Und obwohl ich weiß, was passiert, erschrecke ich dennoch immer wieder. Vielleicht ist auch das der Reiz für mich.

Den Nachmittag verbrachte ich anfangs mit der Gruppe zusammen auf der Friedrichstraße, wo wir bei Peter Pane zu Mittag aßen und dann in den großen Freizeitblock starteten. Mithilfe der Stadtpläne gab ich der Gruppe eine grobe Orientierung, wo wir uns befanden und v.a. wo wir uns einige Stunden später wieder trafen. Bewusst habe ich das Brandenburger Tor ausgewählt: Dort konnte man leicht hinfinden und v.a. hatte man auch die Möglichkeit, viele Leute danach problemlos zu fragen. Für mich immer ein guter Treffpunkt nach der ersten Freizeit, zumal wir abends Unter den Linden zum Abendessen in ein Berliner Traditionslokal gingen.

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Das Spiel startete, als es noch hell war. Bis zum Elftmeterschießen war es dann aber recht dunkel.

In der Vorbereitung der Reise notierte ich mir für diesen Tag, dass es ein potentieller Spieltag der deutschen Nationalmannschaft bei der WM sein könnte. Doch da wusste ich noch nicht, dass unsere Elf so früh ausscheiden würde. Für mich war dies allerdings kein Argument, die Fanmeile aus dem Programm zu streichen und so besuchten wir abends das Viertelfinale Russland – Kroatien. Die Stimmung war atemberaubend.  Natürlich war nicht so viel los wie bei einem Deutschlandspiel, doch die kroatischen und russischen Fans gaben sich nichts. Es war ein heißes Spiel, bis zum letzten Moment.

Die Sicherheitsmaßkontrollen zur Fanmeile waren berechtigter Weise streng. Eine Schülerin hatte mir leider am Nachmittag nicht genau zugehört, als ich sagte: „Ihr könnt sämtliche Souvenirs für Zuhause einkaufen, aber bitte keine Gläser, die können wir heute Abend nicht mit auf die Fanmeile nehmen.“ Es wäre natürlich langweilig, wenn sich alle an das hielten, was der Reiseleiter sagt. Und siehe da: Die Schülerin wurde kontrolliert und durfte mit dem Rucksack das Gelände nicht betreten. Hier zahlte sich dann der „Oh-das-wusste-ich-gar-nicht-Charme“ aus. Mit einem lieben Blick und einem netten Gespräch mit der Seucurity-Leitung konnte ich mich darauf verständigen, dass ich den Rucksack spätestens mit Spielende (da wussten wir ja noch nicht, dass es ein Elfmeterschießen geben würde) an der Sicherheitskontrolle abhole. Die Gruppe konnte also geschlossen auf die Fanmeile, zwar ohne Rucksack der Schülerin, aber dafür mit einem stolzen Reiseleiter. Manchmal zieht der Dackelblick also doch; auch noch mit 25 Jahren 😉

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