Task Force Koffer

von Sebastian Burkard

Da möchte man eigentlich nur hilfsbereit sein, und dann passiert das: Beim Ausstieg aus dem Düsseldorfer SkyTrain ziehe ich den Koffer einer peruanischen Preisträgerin hinter mir her und habe plötzlich nur noch den Teleskopgriff in der Hand. Der Koffer fällt zu Boden und wir Beteiligten fragen uns alle, was da gerade passiert ist. Viel Zeit zum Nachdenken bleibt aber nicht, schließlich gilt es, die Regio zurück nach Bonn zu bekommen, sonst müsste man eine Stunde länger warten.

Den Vorfall melde ich natürlich direkt im Laufe des Wochenendes an den PAD. Die Mitarbeitenden dort sind im wohlverdienten Wochenende, aber direkt am Montagmorgen bekomme ich eine erste Rückmeldung. Die „Task Force Koffer“ war gegründet, bestehend aus zwei Mitarbeitenden des PAD, meiner Assistentin und mir, inzwischen beteiligt sich auch die Referatsleiterin in dieser Arbeitsgruppe: Erste Aufgabe war es, den Schaden zu melden und zu beschreiben, doch es war direkt unsicher, ob und wie viel die Versicherung erstatten wird. Im Sinne der Preisträgerin fragte ich deshalb nach, ob denn nicht auch die Möglichkeit bestünde, den Koffer direkt vor Ort zu ersetzen. (Wer schon einmal auf längeren Reisen unterwegs war und ein Gepäckstück dabei hatte, welches man nur am Stoffgriff tragen konnte, weiß, wovon ich spreche.) Ganz so einfach war dieser Wunsch allerdings nicht zu erfüllen. Die Versicherung bat darum, zunächst eine Reparatur vornehmen zu lassen oder einen entsprechenden Kostenvoranschlag einzuholen. Während meine Gruppe zusammen mit mir weiter Bonn erkundete, machte sich meine Assistentin zusammen mit der Preisträgerin auf den Weg ins Hotel. Dort wurde der Koffer geleert und zu einem Schlüsseldienst gebracht. Dieser konnte – ebenso wie die Kofferabteilung in einem Kaufhaus – nicht weiterhelfen. Die Aussage war stets, dass man den kaputten Koffer einschicken müsse. Einschicken kam für uns allerdings nicht in Frage, schließlich würde dies viel zu viel Zeit in Anspruch nehmen. Dies teilten wir sofort wieder dem PAD mit und prompt bekamen wir das OK für die Anschaffung eines kostengünstigen Koffers. Der Weg meiner Assistentin führte sie in einen ALDI, unweit vom Hotel entfernt. Dort gab es direkt ein dreiteiliges Kofferset zu einem unschlagbaren Preis. Ohne mit den Wimpern zu zucken, haben wir dieses Angebot direkt angenommen. Die peruanische Preisträgerin war/ist mehr als zufrieden über ihren neuen Koffer und die Task Force Koffer hat – wenn der alte Koffer aus dem Hotel abgeholt sein wird – offiziell die Arbeit beendet. Ein erneuter Beweis dafür, wie wichtig eine enge Absprache mit dem PAD und eine reibungslose Kommunikation zwischen Reiseleitung und Assistenz für die Arbeit im IPP ist.

Bebilderung_Nichtsgehtverloren

2 Gedanken zu “Task Force Koffer

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